Schutzkonzept

Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt

Schutzkonzept des Kirchenkreises Oberes Havelland

Anhang zum Schutzkonzept

Verhaltenskodex

2010 sind zahlreiche Fälle sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche und dann auch in der evangelischen Kirche öffentlich geworden waren. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) 2019 verabschiedete daraufhin eine Gewaltschutzrichtlinie. 

Auch in unserem Kirchenkreis und in unserer Kirchengemeinde hat sich in den vergangenen Monaten einiges bewegt. Kirchengemeinden sind besondere Vertrauensräume. Damit sie möglichst sichere Orte sind und bleiben, braucht es klare Regeln, Aufmerksamkeit und Menschen, die Verantwortung übernehmen.

Das „Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt“ verpflichtet jede Kirchengemeinde, ein Schutzkonzept zu verabschieden und danach zu handeln. Die Kirchengemeinden des Kirchenkreises Oberes Havelland können sich dabei dem Schutzkonzept des Kirchenkreises anschließen, das haben wir. 

Auch bei uns wurden konkrete Schritte unternommen: Wir haben eine Risikoanalyse erstellt und lassen uns von Mitarbeitenden erweiterte Führungszeugnisse vorlegen. 

Vielleicht haben Sie ihn schon entdeckt: Der Verhaltenskodex hängt in unseren Kirchen und Gemeinderäumen aus. Er ist ein wichtiger Baustein für Prävention und für eine Kultur der Achtsamkeit. Für alle beruflich und ehrenamtlich Mitarbeitenden der Landeskirche ist er verbindlich.

Prävention bedeutet, aufmerksam zu sein und hinzuschauen. Vielleicht haben Sie selbst eine Situation erlebt oder beobachtet, die Ihnen merkwürdig vorkam. Vielleicht haben Sie von sexualisierter Gewalt gehört oder sind unsicher, wie Sie eine Situation einschätzen sollen.

Es reicht, wenn Sie ein mulmiges Gefühl haben. Bitte bleiben Sie damit nicht allein.

In unserem Kirchenkreis ist Mareike Peters die Ansprechperson für die Prävention sexualisierter Gewalt. Mit ihr können Sie in Ruhe über Ihre Wahrnehmung sprechen und gemeinsam überlegen, welche nächsten Schritte sinnvoll sind.

Wenn Gewalt in kirchlichen Räumen stattgefunden hat, kann das Vertrauen in die Institution verloren gegangen sein. Deshalb gibt es mit Wendepunkt e. V. auch eine unabhängige externe Ansprechstelle. Dort können Sie sich vertraulich beraten lassen. Wohin kann ich mich wenden?

Ansprechperson für die Kirchenkreise Barnim und Oberes Havelland

Mareike Peters
Mobil: 0155 6366 3038
E-Mail:

Wendepunkt e. V. – Unabhängige externe Ansprechstelle

Kostenfreie Telefonnummer: 0800 5 70 06 00
E-Mail:

Sie müssen nicht erst sicher wissen, ob es sich um eine Grenzverletzung oder sexualisierte Gewalt handelt, bevor Sie sich Unterstützung holen. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie nach. Hinschauen und darüber sprechen kann ein wichtiger Schritt sein.